im Burchardikloster Halberstadt

Das Burchardikloster gehört zu den bedeutendsten Bau- und Kulturdenkmälern der alten Bischofsstadt Halberstadt. Mit seiner fast tausendjährigen Geschichte, den eindrucksvollen Mauern und der einzigartigen Architektur lädt es bis heute dazu ein, Vergangenheit lebendig zu erleben.

Besucher erwartet hier nicht nur ein Ort stiller Schönheit, sondern auch ein kulturelles Zentrum: Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen machen das Kloster zu einem besonderen Treffpunkt für Gäste aus nah und fern. In den historischen Räumen verschmelzen Geschichte und Gegenwart zu einer Atmosphäre, die gleichermaßen inspiriert und bewegt.

Entdecken Sie das Burchardikloster Halberstadt – ein Schatz der romanischen Baukunst und ein lebendiger Ort für Kultur, Begegnung und Inspiration.

Montag Hofbereich ganztägig zugänglich
Dienstag Hofbereich ganztägig zugänglich
Mittwoch Hofbereich ganztägig zugänglich
Donnerstag Hofbereich ganztägig zugänglich
Freitag Hofbereich ganztägig zugänglich
Samstag Hofbereich ganztägig zugänglich
Sonntag Hofbereich ganztägig zugänglich

Das Kloster St. Burchardi wurde durch Bischof Burchard I. von Halberstadt 1186 gegründet. Im Jahre 1206 übernahmen Zisterzienserinnen das Kloster. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgehoben und am 1. Oktober 1810 durch einen Beschluss der Behörden des Königreiches Westfalen verkauft. Seit dem Verkauf des St.-Burchardi-Klosters 1810 unterlagen sein Gesamtgelände und die dazugehörigen Gebäude einer wechselvollen Geschichte. Im Jahr 1836 erwarb Ferdinand Heine I. das Kloster als landwirtschaftlichen Betrieb mit rd. 90 ha Äckern und Wiesen. Der Betrieb bestand bis 1945 über drei Generationen in der Familie. Die Gebäude des ehemaligen Klostergeländes einschließlich der St. Burchardi-Kirche wurden in dieser Zeit in landwirtschaftlicher Nutzung als Scheune, Lagerschuppen, Stallungen, Werkstätten und Brennerei, in kleineren Gebäudebereichen auch als Verwaltungs- und Wohnraum verwendet.

Im Zuge der Umsetzung der Bodenreform ab September 1945 wurde die Familie Heine von ihrem Gut nach der entschädigungslosen Enteignung des Gesamtvermögens vertrieben. Hofstelle und Gebäudesubstanz vom Burchardikloster gingen an die Stadt über. Ab diesem Zeitpunkt wurde das Gelände unter anderem von der Stadtwirtschaft, einem Anlagenbauer, das Gutshaus von Fachschulen als Internat und Teile des Geländes von dem angrenzenden Heizkraftwerk benutzt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden ab Mitte der 1990er Jahre umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Unterstützt wurde dieser Prozess ab 1995 durch das Kolping-Bildungswerk. Unter anderem durch diese Nutzung ist die schrittweise Wiederinstandsetzung und Nutzung großer Gebäudeteile sowie des Hofes wieder aufgenommen wurden. Seit 2001 wird John Cages Orgelstück „As slow as possible“ in der Burchardikirche aufgeführt, dessen Gesamtdauer 639 Jahre betragen wird. Im Rahmen des John-Cage-Projektes wurde dafür eine Hüfken-Orgel eingebaut.

Die Kolping et Labora gGmbH Hildesheim übergab am 01.03.2010 den gesamten Wirtschaftsbetrieb in den Räumen der ehemaligen Klosteranlage an die AWZ – Bildungs- und Betreuungsservice gGmbH. Seit dem werden die bestehenden Angebote nicht nur fortgeführt, sondern auch stetig erweitert. So wurde z. B. das Gebrauchtmöbelhaus bereits 2010 um das „Vereinszentrum Burchardikloster“ erweitert.

Seit dem 01.01.2012 ist das Burchardikloster mit seinen zahlreichen Angeboten und Möglichkeiten Bestandteil des Projektes „Mehrgeneartionenhaus-hoch-3“. Erste neue Angebote sind u.a. mit dem Gesundheitszentrum „Leben in Balance“ und der „Offene Treff“ entstanden und ergänzen das bestehende Vereinszentrum.

In den letzten Jahren wurde das Angebot an Räumlichkeiten, Werkstätten und Übungsräumen konsequent ausgebaut. Aktuell steht ein breites Berufsfeldangebot in Werkstattform zur Verfügung. So können unterschiedliche Anforderungsprofile abgedeckt werden. Der Standort ist vom TÜV-Rheinland nach DIN 9001 und AZAV zertifiziert.

Der Standort „Burchardikloster“ verfügt über ca. 2.000 m² Werkstätten und andere Übungs- und Unterrichtsräume. Ergänzt wird das Angebot durch eine 50 m² umfassende Gewächshausanlage, eine 200 m² große Halle, ca. 7.000 m² Freifläche sowie Büro- und Sozialräume für alle Ausbildungsbereiche.

Das breite Werkstatt- und Übungsraumangebot ist speziell für die gewerblich-technischen Berufe ausgelegt. Dazu gehören: Malerwerkstatt, Metallwerkstatt, Holzwerkstatt, Ausbildungsküche, Gebrauchtmöbelverkaufsstelle und -lager, Werkzeug- und Materiallager und Übungsräume für die Hauswirtschaft.

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